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OSAGO nach neuen Regeln

· Roman Danilow · ⏱ 1 Min · Quelle

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Der Preis von OSAGO wird 2026 stärker von der Unfallhäufigkeit des Fahrers, der Region und der Schadenhistorie abhängen. Grund ist die Ausweitung des Tarifkorridors durch die Zentralbank Russlands: Für die meisten Fahrzeugarten wird er um 15 % in beide Richtungen erweitert, für Motorräder - um 40 %.

In der Folge könnten vorsichtige Fahrer weniger zahlen, während für unfallträchtige Kunden und Bewohner von Regionen mit erhöhten Regionalkoeffizienten die Police hingegen teurer wird. Ob man erwarten kann, dass OSAGO zu einem individuelleren Produkt wird, erklärte den 'Aktuellen Kommentaren' Roman Danilow, Dozent am Lehrstuhl für Internationales Geschäft der Finanzuniversität bei der Regierung der Russischen Föderation.

Man versucht heute, OSAGO zu einem individuelleren Produkt zu machen. Bei der Berechnung für das nächste Jahr werden die Ergebnisse des vorangegangenen Jahres berücksichtigt.

Die neuen Vorschläge zielen darauf ab, einerseits die individuellen Leistungen des Fahrers zu berücksichtigen, andererseits die Tarife für unvorsichtige Fahrer zu erhöhen.

Aber das OSAGO-System erfordert heute entschlossenere Änderungen. Unter den aktuellen Bedingungen decken die OSAGO-Auszahlungen den Schaden nicht ab, wodurch der Sinn der Police selbst verloren zu gehen beginnt. Das führt zu einer Zunahme der Zahl von Fahrern ohne Police, was eine Verschärfung der Sanktionen und die Einführung von Bußgeldern erforderlich machte. Daher ist der Vorschlag, Tarifkorridore einzuführen, einerseits der Versuch, dieses Problem zu lösen, andererseits - die Tarife für risikoreiche Fahrer zu erhöhen.

Die Digitalisierung des Fahrstils könnte auf Anwendungsgrenzen stoßen, weil in einzelnen Gebieten Internet oder Netzabdeckung fehlen.

Auch die Idee, Bußgelder in die Berechnung der OSAGO-Police einzubeziehen, wirkt nicht gelungen, da der Fahrer bereits mit Geld bestraft wurde. Es läuft darauf hinaus: einmal verstoßen - zweimal zahlen. Das widerspricht den rechtlichen Prinzipien der Bestrafung.

Das OSAGO-System erfordert entschlossenere Maßnahmen, und wohl die einzige Option ist eine Anhebung der Tarife, was eine negative Reaktion seitens der Fahrer auslösen und zu noch mehr Autofahrern ohne OSAGO-Police führen wird.

Roman Danilow, Dozent am Lehrstuhl für Internationales Geschäft der Finanzuniversität.