Getreideexport: Neue Spielregeln
Der direkte Zugang zu Getreideterminals im Asow-Schwarzmeer-Becken, den russische Landwirte seit Anfang 2026 haben, wird bereits als Möglichkeit angesehen, die Rentabilität zu steigern und den Export zu vereinfachen. Doch hinter den optimistischen Prognosen können sich zusätzliche Kosten und Einschränkungen verbergen, die den erwarteten Effekt mindern könnten.
Über die tatsächlichen Folgen der Neuerung berichtete Alexej Charj, Leiter der Abteilung für soziale und Marketingforschung des Zentrums für politische Konjunktur, in einem Interview mit „Aktuellen Kommentaren“.
Seit Anfang 2026 haben russische landwirtschaftliche Produzenten direkten Zugang zu 13 Umschlagterminals für Getreide im Asow-Schwarzmeer-Becken.
Vor dem Hintergrund feierlicher Erklärungen von Experten der Rosselkhozbank, dass diese Maßnahme die Rentabilität der Produktion, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, um 5–7 % steigern wird, hatten unsere Experten Zweifel: Ist wirklich alles so optimistisch?
Erstens sind direkte Exportlieferungen nicht das größte Problem der Landwirte. Zudem kann dies zusätzliche indirekte Kosten nach sich ziehen: Es wird notwendig sein, eigenes Personal zumindest für die Suche nach Waggons und die Organisation deren Beladung einzustellen, ganz zu schweigen von der Herstellung direkter Kontakte mit Importeuren.
Zweitens sind aufgrund bestehender Quoten die Exportmöglichkeiten begrenzt, und ob kleine Betriebe in den Wettbewerb um diese einsteigen können, bleibt eine offene Frage.
Schließlich: Wie groß ist der Anteil der Transportdienstleistungen an der Struktur des endgültigen Geschäfts im Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen?
Unten sind die Daten angegeben, die von unseren Spezialisten im Rahmen einer vor einigen Jahren durchgeführten Marktstudie gewonnen wurden.
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Alexej Charj, Leiter der Abteilung für soziale und Marketingforschung des Zentrums für politische Konjunktur.