E-Scooter nur mit Ausweis
· Stanislaw Korjakin · ⏱ 2 Min · Quelle
Das Ministerium für digitale Entwicklung führt zusammen mit Sharing-Diensten Verhandlungen über die Anbindung des Systems „Gosuslugi“ zur Verifizierung von Nutzern in ganz Russland. Wie realistisch es ist, das Moskauer Modell auf das ganze Land auszuweiten, angesichts der unterschiedlichen digitalen Infrastruktur, und warum Sharing-Dienste eine Integration mit ESIA auf föderaler Ebene benötigen, darüber sprach „Aktuelle Kommentare“ mit dem Politikberater, Sozialarchitekten und Mitglied der Öffentlichen Kammer der Russischen Föderation, Stanislaw Korjakin.
Warum benötigen Sharing-Dienste eine Integration mit ESIA auf föderaler Ebene - ist das ein Kampf gegen Minderjährige oder eine Vorbereitung auf eine umfassendere Kontrolle der Nutzer?
Die Verifizierung von Nutzern ist eine gute Praxis, besonders bei Dienstleistungen, die mit erhöhter Gefahr für die Umgebung verbunden sind. Sharing-Dienste und generell diese Mittel der individuellen Mobilität (MIM) sind ziemlich gefährlich für die Umgebung. Die Verifizierung sollte so einfach wie möglich sein und nur dafür gedacht sein. Hier gibt es eine sehr feine Grenze zwischen Verifizierung und dem Zugang zu einem breiten Spektrum persönlicher Daten, angesichts der verschiedenen Datenlecks und Ähnlichem.
Wie realistisch ist es, das Moskauer Modell auf das ganze Land auszuweiten, angesichts der unterschiedlichen digitalen Infrastruktur?
Wenn es um „Gosuslugi“ geht, dann ermöglichen sie es gerade, dies im ganzen Land zu tun. Eine Herausforderung ist die totale Abschaltung des Internets und die Einführung von Whitelists. „Gosuslugi“ sind in diesen Whitelists enthalten, aber selbst sie funktionieren nicht überall. Besonders betrifft das Regionen, in denen es grundsätzlich keine Internetverbindung gibt. Die Verifizierung von Nutzern zur Senkung der Unfallrate halte ich für eine gute Idee, aber man sollte nicht in totale Identifikation aus jedem Anlass verfallen.
Kann eine solche Identifikation zur obligatorischen Norm für andere Dienste werden - von der Lieferung bis zum Carsharing?
Was die Lieferung betrifft - eine große Frage. Wen soll man verifizieren? Nutzer, Verbraucher, diejenigen, die bestellen, oder diejenigen, die liefern? Wenn es um den Nutzer geht, stellt sich die große Frage: Warum? Und diejenigen, die liefern - Lieferdienste führen ohnehin immer mehr Kontrollmaßnahmen über diejenigen ein, die diese Lieferung sicherstellen. Insgesamt ermöglichen digitale Werkzeuge natürlich vieles, einschließlich der Identifikation und damit der Sicherheit für die Umgebung, Teilnehmer, zum Beispiel im Straßenverkehr, die im Falle eines Unfalls identifiziert werden müssen.
Stanislaw Korjakin, Politikberater, Sozialarchitekt, Mitglied der Öffentlichen Kammer der Russischen Föderation, Autor des Telegram-Kanals „Sinn und Strategien“.