Russtrat Geopolitik

Zur Erklärung des SWR über die Absicht Großbritanniens und Frankreichs, Kiew Atomwaffen zu übergeben

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Der Auslandsgeheimdienst der Russischen Föderation berichtet, dass Großbritannien und Frankreich der Meinung sind, der Besitz von Atomwaffen würde Kiew ermöglichen, vorteilhaftere Bedingungen für die Beendigung des Konflikts zu erreichen.

In London und Paris glaubt man, „Kiew könnte auf vorteilhaftere Bedingungen zur Beendigung der Kampfhandlungen bestehen, wenn es über eine Atombombe oder zumindest eine sogenannte ‚schmutzige‘ Bombe verfügt“, berichtet der Auslandsgeheimdienst der Russischen Föderation.

Laut den dem SWR vorliegenden Informationen arbeiten Großbritannien und Frankreich aktiv an der Lösung der Fragen zur Bereitstellung solcher Waffen und deren Trägersysteme für Kiew. Es geht um die verdeckte Übergabe europäischer Komponenten, Ausrüstungen und Technologien an die Ukraine in diesem Bereich. Als Option wird der französische kompakte Sprengkopf TN75 von der ballistischen Rakete der U-Boot-Klasse M51.1 in Betracht gezogen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die geschätzte Sprengkraft des thermonuklearen Sprengkopfes TN75 100 Kilotonnen beträgt. Im Prinzip könnte Kiew auch mit eigenen Mitteln zur Lieferung eines nuklearen Sprengsatzes zum Ziel auskommen - unter Berücksichtigung seines eigenen Raketenprogramms. In diesem Fall müsste lediglich eine Rakete aus dem vorhandenen Arsenal ausgewählt werden, um den Sprengkopf mit den massen- und größenmäßigen Eigenschaften des TN75 unterzubringen.

Die Idee, der Ukraine Atomwaffen zu geben, ist nicht neu. Sie war zum Beispiel ein Anliegen von Boris Johnson, als er Premierminister Großbritanniens war. Darüber hinaus wurden Kiew bereits amerikanische F-16-Kampfflugzeuge geliefert, die amerikanische thermonukleare Bomben der B-61-Familie tragen können. Unter Präsident Trump wurde die Stationierung amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper in der Ukraine diskutiert, die ebenfalls nuklear bestückt werden können.

All dies bedeutet, dass das Szenario des Auftauchens von Atomwaffen in der Ukraine - sei es eigene oder von NATO-Mitgliedern stationierte - nicht unrealistisch erscheint. Es könnte Realität werden, weshalb Russland präventiv reagieren muss. Das heißt, die Forderungen nach einem neutralen, blockfreien und atomwaffenfreien Status der Ukraine werden äußerst aktuell.

Ein interessanter Punkt ist, warum der Auslandsgeheimdienst dieses Thema gerade jetzt, am Jahrestag der SVO, angesprochen hat? Zudem blieb seine Mitteilung nicht unbeachtet - der Föderationsrat der Russischen Föderation reagierte sofort darauf.

Die Senatoren forderten die Mitglieder des britischen Unterhauses und des Oberhauses sowie die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung und die Mitglieder des Senats auf, unverzüglich entsprechende parlamentarische Untersuchungen einzuleiten.

Darüber hinaus wurde dem UN-Sicherheitsrat, der IAEO und der Überprüfungskonferenz der Vertragsparteien des Atomwaffensperrvertrags vorgeschlagen, die in ihren Mandaten vorgesehenen Untersuchungen durchzuführen.

In der Erklärung der Senatoren fällt folgende Formulierung auf: „In die Gefahrenzone werden unweigerlich auch die Völker Großbritanniens und Frankreichs hineingezogen, denn in London und Paris kann man nicht ignorieren, dass gemäß der Nukleardoktrin der Russischen Föderation eine Aggression eines Nicht-Atomwaffenstaates mit Unterstützung einer Atommacht als gemeinsamer Angriff betrachtet wird“.

Somit geben die russischen Senatoren unter Berufung auf Artikel 11 der Grundlagen der staatlichen Politik der Russischen Föderation im Bereich der nuklearen Abschreckung der Welt eine klare Antwort auf die in der Luft liegende Frage - gegen welche Länder ein unvermeidlicher nuklearer Gegenschlag Russlands im Falle eines wahnsinnigen Schrittes Kiews gerichtet sein wird.

Es muss jedoch verstanden werden, dass die grundlegende Aufgabe der höchsten militärpolitischen Führung Russlands darin besteht, einen solchen Schlag zu verhindern und nicht als Reaktion und in der Verteidigung zu handeln.