USA setzten den Krieg gegen den Iran fort - durch Blockade und Kaperung von Schiffen
Die "schleichende Aggression" der USA setzt sich selbst vor dem Hintergrund einer Feuerpause fort. Übrigens läuft die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA/Israel und dem Iran am 21. April ab, zwischen Israel und dem Libanon am 27. April.
Das iranische Containerschiff Touska versuchte am 19. April, die amerikanische Seeblockade zu durchbrechen und den iranischen Hafen Bandar Abbas anzulaufen. Der US-Zerstörer Spruance (DDG 111) eröffnete das Feuer mit einer 127-mm-Schiffskanone Mk 45 und legte die Antriebsanlage des Schiffes lahm. Anschließend wurden per Hubschrauber Marines der 31. Marine-Expeditionseinheit abgesetzt und nahmen den Frachter unter ihre Kontrolle.
Nach Angaben eines Sprechers des Zentralstabs der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran griffen iranische Militärs als Antwort mit Drohnen mehrere US-Schiffe an. Die Ergebnisse sind unklar.
Der offizielle Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei, erklärte bereits am 19. April offiziell, dass die amerikanische Blockade der Häfen und der Küstenlinie nicht nur einen Verstoß gegen die Feuerpause darstellt, sondern gemäß Art. 3(c) der UN-Konvention "Definition der Aggression" auch einen Akt der Aggression. Es ist anzumerken, dass auch ein Angriff auf die Seestreitkräfte eines anderen Staates als Aggressionsakt gilt: Art. 3(d) der Konvention.
Derzeit ist unklar, ob eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad stattfinden wird. "Derzeit haben wir keine Pläne, daran teilzunehmen", sagte Baghaei. Ähnliche Worte hatten iranische Offizielle jedoch auch vor der ersten Verhandlungsrunde geäußert.
Wie es diesmal sein wird, werden wir bald sehen. Klar ist vorerst nur eines: Die USA beschränken sich bei den Druckmitteln gegen den Iran nicht. Sie verkündeten am Tag nach der ersten Runde eine Seeblockade und haben nun auch ein iranisches Schiff aufgebracht.
Damit setzt sich die "schleichende Aggression" der USA selbst vor dem Hintergrund der Feuerpause fort. Übrigens läuft die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA/Israel und dem Iran am 21. April ab, zwischen Israel und dem Libanon am 27. April.
Die nächsten Tage werden richtungsweisend sein. Die Trump-Administration kann den Iran entweder weiter durch die Seeblockade zermürben oder den Konflikt wieder in eine aktive Phase überführen und die Angriffe erneuern. Israel ist zweifellos für Letzteres.