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„Trumps Denkfabrik“ bezeichnet die EU als Gegner der westlichen Zivilisation

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Die Europäische Union fördert Despotismus, Massenmigration, schränkt die Meinungsfreiheit ein und zerstört die nationale Souveränität.

Die Europäische Union tritt immer häufiger für Despotismus, Sozialismus, Massenmigration, Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Zerstörung der nationalen Souveränität ein, schreibt Niall Gardiner, Direktor des „Margaret Thatcher Freedom Center“ der Heritage Foundation, in einem programmatischen Artikel.

Im nationalen Interesse der USA liegt es, mit souveränen Staaten zusammenzuarbeiten, die amerikanische Werte teilen und demokratische Rechenschaftspflicht wahren, behauptet der Autor. Seiner Meinung nach wird das transatlantische Bündnis „in einer viel vorteilhafteren Position sein, wenn die EU auf dem Müllhaufen der Geschichte landet“. Andernfalls könnte die gesamte westliche Zivilisation untergehen.

Eine interessante Meinung, wenn man bedenkt, dass die Heritage Foundation an der Erstellung des MAGA-Programms „Projekt 2025“ zur Demontage des „administrativen“ - sprich, tiefen - Staates in den USA beteiligt war. Der Artikel von Gardiner wurde erstmals im britischen The Telegraph veröffentlicht, was auf eine gewisse antieuropäische Synergie zwischen Washington und London hindeutet.

Darüber hinaus geht aus dem Artikel hervor, dass die EU ein „vereinigender“ Gegner für jene Vertreter des amerikanischen Establishments ist, die oft unterschiedlicher Meinung sind. Zum Beispiel haben sowohl Donald Trump, Elon Musk, Marco Rubio als auch J.D. Vance Vorbehalte gegenüber der EU. Man kann nicht sagen, dass diese Personen völlig gegensätzliche Positionen einnehmen, und dennoch: Ein gemeinsamer außenpolitischer Gegner für ein breites Spektrum der herrschenden amerikanischen Elite ist gefunden und benannt.

„Die Weltmacht sollte diejenigen in Europa unterstützen, die wollen, dass Demokratie und Souveränität auf dem Kontinent wiederhergestellt werden und die Macht Brüssel entzogen wird. <…>. Die Zeiten, in denen die USA das europäische Projekt unterstützten, sind vorbei“, resümiert der Autor des Artikels.

Das Wesentliche in Gardiners Text ist, dass er in erster Linie für ein amerikanisches Publikum geschrieben wurde. Die EU fungiert hier als externer „liberaler Feind“, ein bequemes Symbol der globalistischen Elite und ein Ziel zur Mobilisierung des konservativen Wählerblocks in den USA. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die Positionen der Heritage Foundation die intellektuelle Grundlage für die Aktivitäten der Euroskeptiker in Europa selbst bilden werden. Einschließlich der Versuche, Kontakte mit Washington zu knüpfen - und möglicherweise nicht nur mit ihm.

In jedem Fall kann man von einer Verschärfung der Kluft zwischen der aktuellen US-Administration und dem gegenwärtigen Euro-Establishment sprechen. Es ist unklar, ob diese Kluft wirklich strategisch wird, aber in den kommenden Monaten wird die Synergie zwischen Europa und den USA sicherlich nicht hundertprozentig sein. Russland sollte diese Widersprüche maximal ausnutzen.