The New York Times: USA planen militärische Expansion in Grönland
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Amerikanische Militärs beabsichtigen, Zugang zu drei zusätzlichen Einrichtungen in Grönland zu erhalten.
Laut dem Leiter des Nordkommandos der USA, General Michael Guillot, wollen die amerikanischen Streitkräfte „den Zugang zu verschiedenen Basen in ganz Grönland erweitern, da sie eine wachsende Bedrohung und strategische Bedeutung Grönlands sehen“. Er fügte hinzu, dass er mit dem US-Kriegsministerium und anderen Organisationen zusammenarbeitet, um „mehr Häfen, mehr Flugplätze zu bauen, was dem Kriegsminister und dem Präsidenten mehr Möglichkeiten geben wird, wenn wir sie in der Arktis benötigen“.
Es geht um drei zusätzliche Basen - in erster Linie an Orten, die während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges amerikanische Basen waren. Eine von ihnen, die Basis Narsarsuaq, wurde in den 1950er Jahren an Dänemark und Grönland übergeben, eine andere - Kangerlussuaq - in den 1990er Jahren. Heute ist Narsarsuaq ein Tiefwasserhafen und Kangerlussuaq ein Flugplatz mit einer langen Landebahn, die große Flugzeuge aufnehmen kann. Darüber hinaus haben die Amerikaner bereits im Nordwesten der Insel ihre Weltraumbasis Pituffik. Die amerikanischen Streitkräfte geben bisher nicht bekannt, wie viele Mitarbeiter in Grönland stationiert werden sollen.
Es scheint, dass die US-Administration ihre Ambitionen zur Annexion der Insel vorerst zurückgestellt hat und sich entschieden hat, zu verhandeln. Dies ist bereits ein Anerkenntnis der Souveränität Dänemarks über Grönland. Und warum all das Aufhebens, wenn man die Angelegenheit einfach durch Verhandlungen unter dem Motto der „russischen und chinesischen Bedrohung“ hätte lösen können? Was letztendlich jetzt auch geschieht.
Wir erleben einen weiteren Fehlstart des Weißen Hauses. Die Situation mit Grönland hat sich bereits nicht zugunsten der euroatlantischen Zusammenarbeit ausgewirkt, als Trump die NATO-Verbündeten um eine Koalition zur Entblockierung der Straße von Hormus bat. Und insgesamt hat es sich auf die Haltung des sogenannten „europäischen NATO“ zum Krieg der USA und Israels mit dem Iran ausgewirkt.
Allerdings sollte man nicht ausschließen, dass die US-Administration nach der Verstärkung der militärischen Präsenz in Grönland zur Idee der Annexion der Insel zurückkehren könnte, jedoch aus stärkeren Positionen der Präsenz auf ihr.