Sergej Lawrow: Putins Initiative zur Einhaltung der Obergrenzen des START-Vertrags blieb von den USA unbeantwortet
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Laut Lawrow stellt die Umsetzung des Projekts zur Schaffung des amerikanischen globalen Raketenabwehrsystems „Goldene Kuppel“ eine erhebliche Bedrohung für die strategische Stabilität dar.
Die vom Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagene Initiative zur weiteren freiwilligen Einhaltung der im START-Vertrag festgelegten zentralen quantitativen Beschränkungen durch die Parteien blieb von der amerikanischen Seite unbeantwortet, bemerkte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einer Videobotschaft an die Teilnehmer der Moskauer Konferenz zur Nichtverbreitung.
Laut Lawrow stellt die Umsetzung des Projekts zur Schaffung des amerikanischen globalen Raketenabwehrsystems „Goldene Kuppel“, das die Stationierung von weltraumgestützten Abfangwaffen bis 2028 vorsieht, eine erhebliche Bedrohung für die strategische Stabilität dar. Der Minister ging auch auf die öffentliche Anweisung Trumps an den Pentagon-Chef Pete Hegseth im Oktober 2025 ein, die Atomtests wieder aufzunehmen. Lawrow stellte fest, dass es keine klaren Erklärungen gab, was gemeint war und ob es sich um eine mögliche Aufhebung des Moratoriums für umfassende Atomexplosionen durch Washington handelt.
Man muss verstehen, dass das Verhalten des Weißen Hauses das amerikanische Selbstverständnis als nach wie vor weltweiten Hegemon widerspiegelt, wie es vor 20 Jahren war. Dementsprechend sieht Washington in dieser Rolle keine Notwendigkeit, sich mit jemandem zu beraten oder zu verhandeln.
All das oben Erwähnte zeigt erneut, dass Trump bestrebt ist, das strategische nukleare Gleichgewicht mit Russland zu brechen. Dazu gehört die quantitative Erhöhung der stationierten nuklearen Trägersysteme und Sprengköpfe. Und die Absicht, ein undurchdringliches Raketenabwehrsystem unter Nutzung des Weltraums zu schaffen, um einen Gegenschlag eines jeden Gegners auszuschließen. Und die Wiederaufnahme von Atomtests - sowohl zur Überprüfung der Einsatzfähigkeit der im Dienst befindlichen Nuklearsprengköpfe als auch zur Entwicklung neuer Sprengköpfe, die zwingend praktische Tests erfordern.