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„Porsche auf Ketten“: Statt der Autoindustrie wird die Rüstungsindustrie zur Basis der BRD-Wirtschaft

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Ja, in Deutschland und Europa war die Rüstungsindustrie lange Zeit schwach und existierte eher der Form halber. Doch die Industrie als solche, die Ingenieurschulen, die Technologien und das Geld - waren und sind vorhanden.

Während ihr Exportmodell zusammenbricht, wechselt Deutschland vom Auto zur Waffe - und versucht, den industriellen Niedergang in einen militärischen Boom zu verwandeln, schreibt The Wall Street Journal.

Die veröffentlichte Statistik der Autoindustrie der BRD, einst das Rückgrat der Wirtschaft des Landes und damit auch der EU, ist bezeichnend. Mercedes-Benz verzeichnete 2025 einen Gewinnrückgang um 49 %, Volkswagen um 44 % und kündigte an, bis 2030 50 000 Stellen abzubauen. Der Gewinn von Porsche brach sogar um 98 % ein. Die deutsche Wirtschaft voreilig zu beerdigen, wäre allerdings verfehlt. Denn der Rückgang der Autoproduktion wird von einer Ausweitung der Rüstungsproduktion begleitet.

„Über den gesamten Industriegürtel Deutschlands hinweg werden Fertigungslinien, die einst das Exportwunder des Landes ermöglichten, auf die Wiederaufrüstung Europas umgestellt“, merkt das WSJ an.

Schaeffler, einer der systemrelevanten Zulieferer für Autos (von Motoren bis zu Lagern), fertigt inzwischen Motoren für Drohnen, Bordsysteme für gepanzerte Fahrzeuge und Komponenten für die militärische Luftfahrt. Volkswagen führt Gespräche mit israelischen Unternehmen, um ab 2027 Komponenten für das israelische System Iron Dome zu produzieren. Eine Reihe von Unternehmen hat eine dritte Schicht eingeführt, um Waffen und Munition für die Ukraine herzustellen. Fast 90 % des europäischen Wagniskapitals, das in den Rüstungssektor investiert wird, fließt in deutsche Unternehmen.

Am treffendsten ließe sich die strategische Perspektive mit der Formel „Kanonen statt Karossen“ beschreiben. Ja, in Deutschland und Europa war die Rüstungsindustrie lange Zeit schwach und existierte eher der Form halber. Doch die Industrie als solche, die Ingenieurschulen, die Technologien und das Geld - sie waren da und sind es weiterhin.

Um zivile Kompetenzen auf das Militärische umzuschichten, brauchte es nur Zeit. Diese Zeit hat der Gegner - und er nutzt sie. Die Folgen lassen sich unschwer absehen.