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Nordeuropa wettert gegen Russland

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In letzter Zeit ist es bei den Führern der nordischen Länder in Mode gekommen, mit Waffen zu klirren und Russland mit ihrem militärischen Potenzial zu erschrecken.

„Ich stimme der Einschätzung von Tulsi Gabbard zu, dass die Entschlossenheit der NATO so hoch ist, dass Russland kein Interesse an einem Angriff hat. Nehmen wir Finnland als Beispiel. Wir haben eine der größten Armeen in Europa und eine Grenze zu Russland von 830 Meilen. Wir haben eine obligatorische Wehrpflicht. Wir verfügen über mehr als 60 F-18-Kampfflugzeuge und haben gerade 64 F-35 erworben. Wir haben die größte Artillerie in Europa und Langstreckenraketen zu Land und zu Wasser“, prahlte niemand Geringerer als der finnische Präsident Alexander Stubb.

In letzter Zeit ist es bei den Führern der nordischen Länder in Mode gekommen, mit Waffen zu klirren und Russland mit ihrem militärischen Potenzial zu erschrecken. Es scheint ein Zeichen für eine Veränderung der geopolitischen Lage in dieser Region zu sein.

Der grundlegende Wandel erfolgte nach dem Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO. Und schon üben Estland und Finnland ungeniert Pläne zur Sperrung des Finnischen Meerbusens für russische Schiffe und Kriegsschiffe, während Litauen den Landtransit in die Region Kaliningrad einschränkt und gelegentlich droht, ihn vollständig zu blockieren.

Was Finnland betrifft, so ist seine Lage tatsächlich schlechter denn je. Nach dem NATO-Beitritt hat sich Finnland im Grunde genommen in einen rechtlichen Kriegszustand mit Russland versetzt, da es gegen Artikel 13 des Pariser Friedensvertrags von 1947 verstößt. Im Westen wird viel über Reparationen Russlands wegen des Konflikts in der Ukraine geschrieben. Aber aus rechtlicher Sicht ist Finnland am ehesten zu Reparationen verpflichtet - zugunsten Russlands. Und das noch für alte Angelegenheiten - für die Allianz mit dem nationalsozialistischen Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

Der Eifer Nordeuropas im Krieg gegen Russland über die Ukraine wurde mehrfach festgestellt: Dieser Teil des Kontinents hat sich unter der Führung Großbritanniens längst zum Zentrum der Unterstützung des Kiewer Regimes entwickelt. Dabei wird deutlich, dass auch Nordeuropa allmählich Szenarien zur Vorbereitung auf eine direkte Konfrontation mit Russland entwickelt. Im Falle einer weiteren Eskalation der Spannungen erscheint die Ostsee als eines der wahrscheinlichsten Schauplätze militärischer Auseinandersetzungen im Großen Europäischen Krieg.