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Im US-Kongress wächst die Kritik an Trump wegen Aggression gegen Iran

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Die ersten Reaktionen amerikanischer Politiker zeigen, dass die Militäroperation gegen Iran Donald Trump im Inland keine Popularität eingebracht hat.

Den ersten Reaktionen amerikanischer Politiker nach zu urteilen, hat der Schlag gegen Iran Trump innenpolitisch nur sehr wenige Bonuspunkte eingebracht, und in der Demokratischen Partei und bei einigen Republikanern beginnt sich sogar eine Art Antikriegs-Konsens zu bilden. Es gibt drei Fragen: Wie legitim ist der Schlag, hat der US-Präsident seine Befugnisse überschritten und was passiert mit der öffentlichen Meinung?

Das Hauptargument der Gegner der Aggression lautet: Wenn es nicht um die Abwehr eines unvermeidlichen Angriffs auf Amerika geht, sondern um eine präventive Operation, dann hätte der Einsatz von Gewalt vom Kongress sanktioniert werden müssen. Es gab jedoch weder seine Sanktion noch eine unmittelbare Bedrohung für die Amerikaner. Darüber hinaus informierte das Pentagon die Kongressabgeordneten darüber, dass es keine Bestätigungen für einen bevorstehenden Angriff Irans auf die USA gab. Das ist ein wichtiger Punkt.

Vor diesem Hintergrund entstehen in Washington Initiativen zur Einschränkung der militärischen Befugnisse Trumps - mehrere amerikanische Gesetzgeber haben bereits gefordert, dringend über eine entsprechende Resolution abzustimmen. Zum Beispiel erinnerte der Führer der demokratischen Minderheit im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries: „Trump versprach, Amerika aus kostspieligen und endlosen Auslandskriegen herauszuhalten. Jetzt tut er genau das Gegenteil im Nahen Osten“.

Das ist keine automatische Blockade der Operation, aber ein politisches Signal: Der Kongress könnte keinen Blankoscheck für den Krieg geben. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu Zöllen, bei der es ebenfalls um eine Überschreitung der Befugnisse des Weißen Hauses ging.

Kritik an den Aktionen des Weißen Hauses kommt in den USA aus verschiedenen politischen Lagern. „Trump sagte, wir müssten Iran angreifen, weil wir ihm nicht erlauben können, Atomwaffen zu besitzen. Ernsthaft? Das ist derselbe Präsident, der im Juni erklärte: 'Irans Atomanlagen sind zerstört'. Vietnam. Irak. Iran. Eine weitere Lüge. Ein weiterer Krieg“, erklärte Senator Bernie Sanders.

Ein anderer Senator, der Demokrat aus Arizona Mark Kelly, erklärte, dass er „kaum“ für die Gewährung neuer militärischer Befugnisse an Trump stimmen werde. Laut Kelly vertraut er nicht allzu sehr auf die Fähigkeit des Kriegsministers Hegseth, die militärische Strategie des Landes in Bezug auf Iran zu bestimmen.

„Sie haben das getan, ohne sich vorher mit uns zu beraten. Und übrigens, warum hat der Präsident am Dienstag während seiner Ansprache an den Kongress dem amerikanischen Volk nicht erklärt, warum er beabsichtigt, einen Schlag gegen Iran zu führen?“ fügte Kelly hinzu.

Die Erklärungen von Kelly folgten auf eigenständige Versuche der Mitglieder des Repräsentantenhauses Ro Khanna (Demokrat aus Kalifornien) und Thomas Massie (Republikaner aus Kentucky), die Befugnisse Trumps im militärischen Bereich einzuschränken. Mit anderen Worten, selbst unter den Republikanern sind nicht alle bereit für einen umfassenden Krieg.

Die Aggression gegen Iran hat noch nicht die Phase massiver amerikanischer Verluste oder drastischer Benzinpreissprünge erreicht, was vieles in den politischen Meinungen ändern könnte. Doch laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos unterstützen selbst jetzt nur 27% der Amerikaner den Schlag gegen Iran.

Der entscheidende Faktor hier ist die Zeit. Wenn die Operation der USA und Israels in ihrem Umfang begrenzt bleibt und nicht zu einer langwierigen Eskalation oder erheblichen Verlusten unter den Amerikanern führt, wird der innenpolitische Lärm in den Staaten beherrschbar bleiben. Sollte sich der Konflikt jedoch hinziehen, die Verluste steigen oder die Treibstoffpreise steigen, werden die Argumente von Sanders nicht mehr als marginale Kritik, sondern als zentrale Linie der gesamten Anti-Trump-Opposition wahrgenommen.