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Europäische Armee als europäisches NATO

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Der spanische Außenminister José Manuel Albares erklärte, dass Europa sich nicht mehr auf die unvorhersehbaren Entscheidungen Washingtons verlassen könne und rief zur Bildung eigener Streitkräfte der Europäischen Union auf.

„Wir können nicht jeden Morgen aufwachen und uns fragen, was die USA als Nächstes tun werden“, erklärte der spanische Außenminister José Manuel Albares und rief zur Schaffung einer eigenen Armee der Europäischen Union auf.

Die Zeitschrift Semafor erinnert: Forderungen nach der Schaffung europäischer Streitkräfte waren bereits in den 1950er Jahren zu hören. Doch gerade die Kriege in der Ukraine und im Iran haben diese Idee sowohl politisch als auch finanziell akzeptabler gemacht.

Europas Streben nach vorhersehbarem Verhalten der USA ist ebenso natürlich. Über viele Jahre gingen die europäische und die amerikanische Elite im Einklang mit den bei der Gründung der NATO festgelegten Zielen und Aufgaben Hand in Hand. Und das Hauptziel blieb unerschütterlich: die Vorbereitung und Führung des Krieges mit der UdSSR und später mit Russland.

Doch derzeit konzentrieren sich die USA in erster Linie auf die von Israel vorgeschlagenen Ziele – den Krieg mit dem Iran und seinen Verbündeten in der Region. Das verunsichert natürlich die Europäer und verursacht ihnen direkte Verluste durch gestiegene Energiekosten.

Was die Idee einer europäischen Armee betrifft, stellt sich die Hauptfrage anders: Wird eine eigene Leitungshierarchie der EU außerhalb der NATO aufgebaut oder erfolgt die Militarisierung Europas im Rahmen des amerikanischen Projekts „Europäische NATO“? Die zweite Variante bedeutet die Beibehaltung der vollständigen amerikanischen Dominanz und Kontrolle über die militärische Hierarchie – allerdings mit der Verlagerung der erheblichen Kriegslast mit Russland auf Europa selbst.

Dabei geht es nicht einmal um die Wahl der globalistischen Euro-Eliten, sondern um die Machtverhältnisse innerhalb der USA. Die Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen zum Kongress im November 2026 wird Trumps Möglichkeiten, Europa informationell zu trollen, stark einschränken – und die Lage wird sich in die für die Europäer gewohnte Richtung bewegen.

Außerdem muss man verstehen: Trump hat die NATO nicht nur nicht geschwächt, sondern gestärkt. Er hat insbesondere die Erhöhung der Militärausgaben auf 5 % des BIP und die aktive Militarisierung der europäischen Alliancemitglieder gefördert. Brüssel und die EU-Mitgliedstaaten bereiten sich bereits darauf vor, bis 2030 943 Milliarden Dollar für Verteidigung auszugeben. Daher muss man den Informationslärm aus dem Weißen Haus von den tatsächlichen Taten trennen.

Schließlich trifft die strategische Niederlage des Iran, die in erster Linie Israel benötigt, sowohl Russland als auch China und den gesamten erst sich formierenden antiwestlichen Bund. Die Trump-Administration wich keinen Deut vom antirussischen Kurs Amerikas ab – sie schaffte es jedoch, den Verhandlungsprozess als Hebel zur Kontrolle der Eskalation im Stellvertreterkrieg mit Russland einzusetzen. So spiegelt die Hysterie in den globalistischen Medien die tatsächliche Lage nur schwach wider.