Russtrat Analyse

Erwartetes Abflauen des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2026

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Die Weltwirtschaft zeigte im Jahr 2025 unerwartet gute Ergebnisse, vor allem dank des Handelswachstums.

Laut einem Bericht der Weltbank erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2025 insgesamt recht gut, was durch das allgemeine Handelswachstum - bis zur Erhöhung der Zölle in den USA - begünstigt wurde. Es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass dieser hoffnungsvolle Trend im Jahr 2026 anhalten wird. Mit dem Nachlassen der günstigen Faktoren, die die größten Volkswirtschaften der Welt unterstützen, wird der hemmende Einfluss neuer Handelsbarrieren in den Vordergrund treten.

Dabei betreffen die schlechten Nachrichten nicht alle, wie im Bericht hervorgehoben wird. Zum Beispiel könnten in Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, die Wachstumsraten höher sein. Obwohl die allgemeine Wachstumsverlangsamung den Druck auf die Nachfrage nach Energieträgern erhöhen wird, was sich negativ auf die Rohstoffmärkte und die Wirtschaft der Entwicklungsländer auswirkt, die vom Rohstoffexport abhängig sind.

Im Wesentlichen wird in dem Material festgestellt, dass es der Weltwirtschaft nicht gelungen ist, nach dem pandemischen Schock auf einen stabilen Kurs zu kommen. Ja, das Wachstum im Jahr 2025 war besser als erwartet, aber weitgehend aufgrund temporärer Faktoren und einer gewissen Trägheit. Im Jahr 2026 beginnt sich eine neue Realität abzuzeichnen: Handelsbarrieren sind bereits im System verankert, die geopolitische Fragmentierung verschwindet nicht, und die politische Unsicherheit wird zur Konstante. Besonders wichtig ist, dass die Wachstumsverlangsamung große Volkswirtschaften betrifft.

Der Hauptstrategische Sinn des Berichts: Das wirtschaftliche Umfeld hört auf, neutral zu sein. Politik: Zölle, Sanktionen, Blockaufteilung - wird zu einem Wachstumsfaktor - oder dessen Fehlen. Die Globalisierung funktioniert nicht mehr als automatischer Beschleuniger, und Kontrolle wird wichtiger als Effizienz.

Damit tritt die Welt in einen Modus härterer Konkurrenz und geringerer Widerstandsfähigkeit ein. Unter solchen Bedingungen werden alle langwierigen Konflikte, einschließlich des ukrainischen, wirtschaftlich schwerer für alle Seiten. Einfach gesagt: Der Bericht ist ein Indikator dafür, dass die Ära des leichten Geldes und des leichten Wachstums vorbei ist. Jetzt wird jede Entscheidung teurer und jeder Fehler schmerzhafter.

Hier gewinnt die Verbindung Russlands mit China und Indien besondere Bedeutung. Dialektisch ist dies für Russland gleichzeitig eine Versicherung und eine Einschränkung.

Einerseits gewinnt Moskau in Zeiten des globalen Wachstumsrückgangs und der Handelsfragmentierung objektiv davon, dass es sich in die asiatischen Ströme integriert hat. Die VR China bleibt das größte industrielle Zentrum der Welt, Indien eine der am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften. Für Russland bedeutet dies garantierte Nachfrage nach Energieträgern, alternative Abrechnungskanäle und teilweise technologische Kompensation.

Andererseits trifft die weltweite Verlangsamung auch China. Wenn die Nachfrage in den USA und der EU sinkt, spürt die chinesische Industrie den Druck. Das bedeutet, dass Peking ein härterer Verhandlungspartner bei den Öl- und Gaspreisen wird. Mit Neu-Delhi ist die Situation ähnlich.

Wenn es um neues Wirtschaftswachstum geht, ist es für Russland von entscheidender Bedeutung, die Exportpalette zu diversifizieren und gleichzeitig endlich die Importabhängigkeit zu verringern - insbesondere in den technologischen Sektoren und solchen mit hoher Wertschöpfung.

Allerdings steht unser Land derzeit vor Einschränkungen von zwei Seiten: Der Leitzins der Zentralbank erlaubt keine Investitionen in die Wirtschaft, und die Wirtschaft arbeitet nahe an der Grenze der Produktionskapazitäten. Diese Grenze kann ohne den Übergang zu einem neuen technologischen Paradigma nicht überwunden werden.