Unbefristete Pause
· Pawel Dubrawskij · ⏱ 1 Min · Quelle
Die USA setzen ab dem 21. Januar auf unbestimmte Zeit die Ausstellung von Einwanderungsvisa aus, die einen längeren Aufenthalt im Land vorsehen. Wer von diesem Schlag am stärksten betroffen sein wird und ob dies ein Signal an Russland ist, erklärte der Amerikanist, Politikberater und Leiter der Firma „Dubrawski Consulting“, Pawel Dubrawski, den „Aktuellen Kommentaren“.
Am stärksten wird das neue Verbot Menschen treffen, die geplant hatten, in die USA zu immigrieren. Dies betrifft Menschen, die ihr Leben mit dem Land verbinden.
Trumps Politik zur Einschränkung der legalen Migration war bereits während der Wahlen 2024 klar. Genau mit dieser Plattform wurde er gewählt - die Migrationsströme, sowohl legale als auch illegale, zu reduzieren. Sein Ziel ist es, das Steuer-, Wirtschafts- und Sicherheitssystem nur auf US-Bürger auszurichten.
Es gibt hier kein Signal an Moskau, Russland ist nur eines von 75 Ländern. Zuvor wurden im Dezember 2025 Beschränkungen eingeführt, und im Sommer wurden die Rechte ausländischer Studenten eingeschränkt. Allerdings hob ein Bundesgericht später diese Entscheidung auf.
Die getroffene Entscheidung sollte überhaupt nicht mit Russland in Verbindung gebracht werden. Erstens handelt es sich um Visa für diejenigen, die Amerikaner werden wollen, es sind keine Touristen-, Geschäfts- oder Arbeitsvisa. Zweitens gibt es hier überhaupt keinen russisch-amerikanischen Kontext, es ist keine Schließung von Botschaften.
Deshalb muss Russland auch auf nichts reagieren. Wenn wir Migranten-IDs einführen, machen wir den Migrationsprozess ins Land transparenter und kontrollierbarer. Hier gibt es keine Herausforderung für Tadschikistan oder Usbekistan. Ebenso ist es bei den USA, es ist ihre innere Angelegenheit.
Pawel Dubrawski, Amerikanist, Politikberater, Leiter der Firma „Dubrawski Consulting“.