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„Friedensrat“ ohne führende Persönlichkeiten

· Anton Grischanow · ⏱ 1 Min · Quelle

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Die erste Sitzung des „Friedensrats“ unter der Leitung von Trump soll am 19. Februar in Washington ohne die wichtigsten Führungspersönlichkeiten stattfinden. Warum sie sich weigern, daran teilzunehmen, erklärte Anton Grischanow, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für aktuelle internationale Probleme der Diplomatischen Akademie des MGIMO des Außenministeriums der Russischen Föderation, Kandidat der Politikwissenschaften, den „Aktuellen Kommentaren“.

Das Format des „Friedensrats“ ist bisher nicht ganz klar. Die Behörden anderer Länder - vor allem Russlands und Chinas - klären, welchen genauen Sinn Präsident Trump in diese Initiative legt und wie diese Struktur funktionieren wird. Einzelne Aspekte, darunter der in ihrem Konzept verankerte führende Status Washingtons, können berechtigte Fragen aufwerfen.

Wir gehen davon aus, dass die Mechanismen der UNO, die auf den Prinzipien der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts der Parteien basieren, vorrangige Bedeutung behalten. Der „Friedensrat“ hingegen stellt eine amerikanisch-zentrierte Struktur dar.

Russland hat in dieser Phase eine abwartende Haltung eingenommen und untersucht sowohl Trumps Vorschlag als auch die Gründungsdokumente dieser Organisation. Offensichtlich werden auf verschiedenen Ebenen entsprechende Konsultationen geführt. Einer der Koordinatoren des „Friedensrats“, Josh Grünbaum, nahm im Januar an Verhandlungen mit Präsident Putin sowie an Kontakten auf niedrigerer Ebene - insbesondere mit dem Sonderbeauftragten des russischen Führers Kirill Dmitriew - teil. Die russische Seite analysiert Trumps Initiative und unterstützt die Zusammenarbeit mit den USA über bestehende Kanäle.

Der „Friedensrat“ ist derzeit vor allem auf die Beilegung der Situation im Gazastreifen ausgerichtet, obwohl Trumps Ambitionen zweifellos umfassender sind. Doch gerade in Bezug auf Gaza arbeitet Russland sowohl über die UNO als auch im Rahmen bilateraler Kontakte mit der amerikanischen Seite zusammen.

Was die europäischen Länder betrifft, so gibt es derzeit eine gewisse diplomatische Auseinandersetzung in den Beziehungen zu Washington. Viele Führer dieser Staaten sind offensichtlich nicht bereit, Trump politische Geschenke zu machen, zumal die Funktionalität des Rates und seine Perspektiven noch unklar bleiben.

Anton Grischanow, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für aktuelle internationale Probleme der Diplomatischen Akademie des MGIMO des Außenministeriums der Russischen Föderation, Kandidat der Politikwissenschaften.