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Die fahrerlose Zukunft des Moskauer Taxis

· Maria Woropajewa · ⏱ 2 Min · Quelle

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Bis Ende 2026 werden auf den Straßen Moskaus bis zu 100 Robotaxis für Nutzerfahrten und ebenso viele für Forschungszwecke und die Entwicklung von Technologien eingesetzt, teilten Vertreter von „Yandex“ mit. Ob Moskau aus Sicherheits- und Gesetzgebungssicht bereit für den massenhaften Einsatz von fahrerlosen Taxis ist, erklärte die Abgeordnete der Moskauer Stadtduma, stellvertretende Leiterin des Zentralapparats der LDPR, Maria Woropajewa, den „Aktuellen Kommentaren“.

Moskau ist heute eine der fortschrittlichsten Metropolen der Welt in Bezug auf die Einführung von Innovationen. Der Start von Robotaxis ist keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Es wird behauptet, dass die Technologie von „Yandex“ bereits ein ausreichendes Niveau für den nächsten Schritt erreicht hat. Aus gesetzgeberischer Sicht müssen klare „Spielregeln“ geschaffen werden: Es ist wichtig, klar zu definieren, wer die Verantwortung trägt, und diese Frage wird derzeit bearbeitet. Moskau ist bereit, aber der Start muss schrittweise erfolgen, mit obligatorischer Kontrolle in allen Phasen.

Wird ein solcher Service für den Passagier günstiger oder ist dies vorerst eine Geschichte für wohlhabende Kunden?

Auf der Anfangsstufe wird es wahrscheinlich ein technologisches Experiment für Enthusiasten sein, aber die Wirtschaft des Dienstes muss so gestaltet werden, dass Robotaxis erschwinglich werden. Für die Massenanfrage sollte der Preis nicht höher sein als der eines normalen Taxis. Ich bin sicher, dass „Yandex“ daran interessiert sein wird, den Service wettbewerbsfähig zu machen, sonst wird er einfach keinen Abnehmer finden. Dabei ist es wichtig zu verstehen: Zu Beginn sind die Investitionen in Technologien groß, und die Erschwinglichkeit wird nicht sofort, sondern mit der Skalierung kommen.

Wie wird sich der autonome Transport auf den Arbeitsmarkt auswirken - was wird mit den Taxifahrern in der Hauptstadt geschehen?

Technologien verändern tatsächlich den Arbeitsmarkt, und wir sehen dies in allen Branchen. Aber ich bin keine Anhängerin apokalyptischer Szenarien. Erstens erfolgt der Start schrittweise - 100 Autos in einer riesigen Stadt werden das Wetter nicht machen, und es ist noch nicht die Rede von einem massenhaften Start von Robotaxis. Zweitens werden neue Berufe entstehen: Fernsteuerungsoperatoren, Wartungsingenieure, Spezialisten für Cybersicherheit. Drittens ist das Taxi nicht das einzige Segment: Es gibt zum Beispiel einen großen Mangel an Lkw-Fahrern und Kurieren, und dorthin können Arbeitskräfte fließen. Es wird notwendig sein, ein System zur Umschulung und sozialen Unterstützung für diejenigen zu schaffen, deren Beruf sich verändert.

Wer wird im Falle eines Unfalls die Verantwortung tragen - der Entwickler oder der Betreiber?

Die klare Verteilung der Verantwortung ist ein Schlüsselelement der zukünftigen Regulierung. Meiner Meinung nach, wenn das Auto ohne menschliches Zutun fährt, sollte derjenige zur Verantwortung gezogen werden, der die Algorithmen erstellt hat. Aber es muss natürlich auch eine Versicherung und ein klarer Regelungsrahmen für die Untersuchung von Vorfällen geben. Es ist notwendig, diese rechtliche Konstruktion klar auszuarbeiten, damit wir zum Zeitpunkt des vollständigen Starts fertige gesetzgeberische Lösungen haben.

Maria Woropajewa, Abgeordnete der Moskauer Stadtduma, stellvertretende Leiterin des Zentralapparats der LDPR.