Datenvereinheitlichung: Warum das Ministerium für digitale Entwicklung eine einheitliche ID einführt
· Jurij Sinodow · ⏱ 1 Min · Quelle
Das russische Ministerium für digitale Entwicklung plant die Einführung einer einheitlichen Benutzer-ID für alle digitalen Plattformen. Ob dies das Leben der Nutzer erleichtert und die Möglichkeit der anonymen Internetnutzung erhalten bleibt, erklärte der Internetjournalist und Chefredakteur der Website roem den 'Aktuellen Kommentaren'.
Juri Sinodow. Für Internetnutzer wird dies nicht so wichtig sein, da die Initiative des Ministeriums für digitale Entwicklung in erster Linie darauf abzielt, die eigene Datenbank zu vereinfachen und alle verstreuten Nutzerdaten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Zum Beispiel bleibt derzeit bei einer Namensänderung nur die Nummer der Sozialversicherungsnummer (SNILS) unverändert, während die Daten im Pass und in anderen Dokumenten aktualisiert werden. Wenn eine Person einen Kommunikationsvertrag abschließt (und die Initiative des Ministeriums für digitale Entwicklung zielt genau auf die Regulierung solcher Situationen ab), muss man zunächst Zugang zur Passdatenbank erhalten, dann diese Pässe abgleichen - und erst danach wird klar, dass die Person bereits mehrere Kommunikationsverträge hat. Ich erinnere daran, dass die Anzahl der SIM-Karten für jeden Bürger derzeit gesetzlich begrenzt ist.
Die Daten der erstellten ID werden verwendet, um die einzigartige Zielgruppe zu zählen, die beispielsweise Videokanäle ansieht. Diese Geschichte hat tatsächlich einen doppelten Zweck: Die digitale ID ermöglicht es nicht nur, die Interessen des Publikums anhand des angesehenen Inhalts zu erkennen, sondern auch zu verstehen, wie viele reale Nutzer sich hinter jeder IP-Adresse, hinter jeder Internetverbindung befinden. Diese Informationen können auf verschiedene Weise verwendet werden. Zum Beispiel, wenn sich herausstellt, dass ein Zugangspunkt als öffentlich genutzt wird, muss dort mindestens eine Authentifizierung per SMS vorgesehen sein.
Wie genau die digitale ID die Statistik berücksichtigen wird, ist derzeit schwer zu sagen. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Online-Kinos und dem Ministerium für digitale Entwicklung. Und die technologische Lösung ist tatsächlich nicht einfach, ebenso wenig wie die Aufgabe selbst. Aber insgesamt wird nach der Einführung dieser ID klar, wie sich die Internetgebühren ändern werden. Und natürlich wird auch die erklärte Aufgabe der Messung der Fernsehzuschauer erfüllt werden.
Juri Sinodow, Gründer der Website roem.ru.