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China setzt Trends in der Mode

· Kristina Barsegjan · ⏱ 2 Min · Quelle

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In Shanghai hat die Modewoche begonnen - die Stadt wird endgültig zu einem neuen Anziehungspunkt des globalen Fashion-Marktes. Kristina Barsegjan, Produzentin, Medientechnologin und Mitglied des Expertenclubs „Digoria“, erklärt, warum russische Models in Asien gefragt sind, welche Möglichkeiten die Arbeit im Ausland eröffnet und wie sich die Industrie entwickelt.

Ich befinde mich derzeit in Shanghai und kann sagen, dass die chinesische Modeindustrie kein „alternativer Markt“ mehr ist. Dass Maison Margiela Shanghai für das weltweite Debüt seiner Kollektion wählt, spricht lauter als Worte.

Warum sind russische Models gefragt? Hier gibt es drei Faktoren. Der erste - das Aussehen. Mädchen mit blonden Haaren sind hier natürlich gefragt, ebenso wie der europäische Typus insgesamt. Ich sehe das auch an mir selbst: Ich habe dunkle Haare, ein östliches Aussehen, aber als ich in Shanghai ankam, bemerkte ich sogar an mir selbst interessierte Blicke und Anfragen für Fotos - einfach auf der Straße. Der zweite - die politische Konjunktur. Russland und China sind geopolitische Verbündete, und das eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im Kulturbereich. Auf der Moskauer Modewoche habe ich übrigens keine chinesischen Models gesehen, während unsere hier präsent sind. Der dritte Faktor - der Preis, aber nicht in Richtung Billigkeit, sondern im Gegenteil: Russische Models mit ihrer Statur und Ausbildung werden hier hoch geschätzt.

Zu den Arbeitsbedingungen. Für unsere Mädchen sind das neue Möglichkeiten - persönliche Entwicklung, die Möglichkeit, riesige Städte der Welt zu sehen, diese Erfahrung zu sammeln und sie dann bei uns in Russland anzuwenden.

Ist der Trend stabil? Ich denke ja. Unsere Models waren in Europa gefragt, sie werden auch hier gefragt sein - einfach weil sie schön, professionell und passend sind.

China hat alle Chancen, die neue Modehauptstadt zu werden. Wir wissen, dass auch ernsthafte Weltmarken in China produzieren. Das bedeutet, dass das Auge der chinesischen Hersteller geschult ist, die Technologien sind ausgereift. Das erinnert an die Geschichte mit chinesischen Autos: Noch vor kurzem wurden sie mit Vorsicht betrachtet, und heute haben sie unseren Markt erobert - die Leute fahren sie, die Leute sind zufrieden, es ist schön und bereits modisch. Mit der Modeindustrie, denke ich, wird dasselbe passieren. Früher oder später wird „Made in China“ nicht mehr als etwas Billiges wahrgenommen werden und zu einem Qualitätsmerkmal werden.

Kristina Barsegjan, Produzentin, Medientechnologin, Mitglied des Expertenclubs „Digoria“, PR-Direktorin des Projekts „Russische Klavierschule“.