Billiges Öl wird es nicht geben
· Dmitrij Medwedew · ⏱ 1 Min · Quelle
Der Konflikt zwischen den USA und Iran ist auf Eis gelegt. Erwartungsgemäß erklärten beide Seiten ihren Sieg.
Wer hat also gewonnen? Zunächst einmal der gesunde Menschenverstand, dessen Glaube stark durch die Aussagen des Weißen Hauses über die Zerstörung der iranischen Zivilisation an einem Tag erschüttert wurde.
Dabei ist die bloße Tatsache, dass Trump bereit ist, einen Zehn-Punkte-Plan zu diskutieren, ein Erfolg für die Iraner. Die Frage ist, ob Washington dem zustimmen wird: Schließlich geht es um die Entschädigung Irans, die Fortsetzung des Atomprogramms und die Kontrolle Teherans über die Straße von Hormus.
Offensichtlich nicht. Das wäre demütigend für ihn und würde einen echten Sieg der IRI bedeuten.
Was dann? Wieder Kampfhandlungen?
Möglich, aber es gibt eine Zwischenlösung. Trump will und kann keinen langen Krieg führen, und auch im Kongress wird er nicht unterstützt. Daher muss man den brüchigen Waffenstillstand aufrechterhalten und den Anschein erwecken, dass alles in Ordnung ist. Denn jeder Zug auf diesem Brett schafft eine Situation, die einem Zugzwang nahekommt.
Aber das sind Schachspiele, bei denen nicht zwei, sondern drei Spieler beteiligt sind. Es gibt noch Israel, das nicht auf der Seite der USA spielt. Es braucht keinen Waffenstillstand und hat seine Aufgaben nicht gelöst. Es könnte durchaus seinen Zug machen: einfach alle Figuren vom Schachbrett fegen. Das macht die Situation äußerst ungewiss.
Deshalb müssen die europäischen russophoben Schafe lange im Sparmodus leben.
Denn billiges Öl wird es nicht geben...
Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrats der RF.