Ablass des neuen Zeitalters
· Oleg Matwejtschew · ⏱ 2 Min · Quelle
Fehler gemacht - bezahlt - geholfen - „zurückgesetzt“? Diese Formel tauchte erneut in Rostow am Don auf, wo der Blogger Nikolai Wassilenko (besser bekannt als „Lavendel-Raf“ oder „Mann mit dem Lächeln“) nach einem Verkehrsverstoß am Steuer eines Lamborghini beschloss, das Auto an die Kämpfer der SVO zu übergeben. Wie der Duma-Abgeordnete Oleg Matwejew betont, heben keine Spenden und öffentlichen Gesten die Strafe auf: Das Gesetz funktioniert unabhängig von der Reue.
Wie der Duma-Abgeordnete Oleg Matwejew betont, heben keine Spenden und öffentlichen Gesten die Strafe auf: Das Gesetz funktioniert unabhängig von der Reue. Dabei ist es unmöglich zu beurteilen, ob solche Handlungen aufrichtig sind oder aus Berechnung erfolgen.
Das Gesetz wurde nicht aufgehoben. Wir haben ein Strafgesetzbuch und ein Verwaltungsgesetzbuch, und keine wohltätige Tätigkeit oder andere Handlungen können beeinflussen, dass eine Person nicht nach diesen Normen bestraft wird. Das Gesetz muss Gesetz bleiben und in jedem Fall durchgesetzt werden.
Wenn eine Person neben der strafrechtlichen oder verwaltungsrechtlichen Verantwortung Reue zeigt und dies nicht nur innerlich, sondern auch durch Taten demonstriert, kann dies zweifellos positiv bewertet werden. In der russischen Tradition kann Reue durchaus in Taten ausgedrückt werden, und dies wird gefördert. Alle guten Taten, die auf das Gemeinwohl abzielen, können nur begrüßt werden. Es gibt hier keine Einschränkungen - im Gegenteil, eine solche Logik ist auch in der orthodoxen Kultur verwurzelt: Reue sollte zu guten Taten führen.
Es ist jedoch wichtig zu verstehen: Dies ist nur ein zusätzliches Element, das die Strafe nicht ersetzt. Wenn das Gesetz eine Verantwortung vorsieht, muss diese umgesetzt werden. Reue und Strafe sind unterschiedliche Ebenen. Das eine ist mit dem inneren Zustand einer Person verbunden, das andere mit den rechtlichen Konsequenzen ihrer Handlungen. Sie können nicht miteinander verwechselt werden.
Wenn eine Person eine Ordnungswidrigkeit begangen hat, muss sie im Rahmen des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden: verwaltungsrechtlich oder strafrechtlich - je nach Schwere. Und erst danach können ihre persönlichen Handlungen, einschließlich Wohltätigkeit oder Hilfe, separat betrachtet werden, aber nicht als Alternative zur Verantwortung.
Was die öffentliche Reaktion betrifft - einschließlich Vorwürfen der Heuchelei -, so ist es hier unmöglich, die Motive einer Person zuverlässig festzustellen. Niemand kann in das Innere blicken und bestimmen, ob ihre Handlungen aufrichtig oder pragmatisch sind. Dabei bleiben gute Taten an sich, einschließlich der Hilfe für die SVO, bedeutend und nützlich - sowohl für den Staat als auch für die Gesellschaft.
Oleg Matwejew, Mitglied der Duma-Kommission zur Untersuchung von Fakten der Einmischung ausländischer Staaten in die inneren Angelegenheiten Russlands.